QUARTIER M

Gemischt genutztes Quartier mit Werkwohnungen für die Stadtwerke München

 

1.Preis im Realisierungsteil des nichtoffenen Realisierungswettbewerbs mit städtebaulichem Ideenteil»Wohnquartier Hanauer Straße, München«

 

Ort: Hanauer Straße / Dachauer Straße, München / D

Fläche: Realisierungsteil - 123 Wohneinheiten mit ca. 8.300 m2 Wohnnutzfläche, Ideenteil - ca. 450 Wohneinheiten, ca. 45.500m2 Geschossfläche

Zeitlauf: 2014 -

Status: in Bau

 

Ausloberin: Stadtwerke München GmbH

Freiraum: YEWO Landscapes

Städtebauliche Konzeption:

Ausgehend von der Schwimmbadwiese wirkt der naturnahe Grünraum in das neue Stadtquartier.

Die erste Häuserreihe (vier 8-geschoßige Punkte) ist durchlässig, sodass die Parkkante zur zweiten Häuserreihe nach hinten gezogen werden kann.
Die Verwebung der beiden Strukturen (Grünraum und städtische Bebauung) ist das übergeordnete Thema, die Bebauungsstruktur ermöglicht diese Durchlässigkeit und ermöglicht mit einer zurückhaltenden Einfachheit die Inszenierung des öffentlichen Raumes.

Der Grünraum verändert sich in Richtung Hanauer Straße von Wiesen- über Staudenfeldern hin zu Feldern mit wassergebundener Wegedecke und Baumreihen. Der "Grüneffekt" entwickelt sich somit vom bodennahen zum dachartigen Element. In Gegenrichtung entwickeln sich befestigte Möglichkeitsfelder in Richtung Wiese und verschränken somit beide Elemente, die gebaute und Stadt und den naturnahen Freiraum.

Durch die Verlegung der Emmy-Noether-Straße an die Ostseite des Parks wird die Freiraumqualität weiter gesteigert. Der Individualverkehr rückt von der Wohnbebauung ab und die Grünanlage kann ohne Überqueren der Straßenbarriere erreicht werden. Dadurch wird die Eingangssituation der Schule bzw. der KITA nochmals aufgewertet und zu einem vitalen Element einer neuen Stadtgestalt.

An der Kreuzung Hanauer Straße und Dachauer Straße ist ein Vorplatz vorgesehen, der durch wohnfremde EG Nutzung den urbanen Eintrittspunkt von der U-Bahn aus in das Quartier darstellt. Der zweite wichtige Platz ist der Schulvorplatz, die Verbindung dieser beiden ist zugleich die abwechslungsreiche Durchwegung zum Campus M.

 

Gestalterische Konzeption:

Das äußere Erscheinungsbild ist bestimmt von der Weiterführung System Hybrid M. und wird durch eine durchgehende Loggienzone ermöglicht:

  • vorgehängtes Schiebesystem mit raumhohen Einscheiben-Glas-Elementen als Schall- und Wetterschutz

  • Front als horizontale Fassadenbänder aus hellen Aluminium-Kantblechen (Weiterführung System Hybrid M.)

  • Im 35m-Nahebereich zur Hanauer Straße kann die gesamte Loggia zugeschoben werden