HEIM_HOF

Studierenden- und Lehrlingswohnheim


1.Platz geladener Wettbewerb 2013

Ort: Elisabeth-Bergner Weg 4, 1230 Wien / AT
Fläche: ca. 5.500 m2 Nutzfläche, 201 Heimplätze für OeAD und ÖJAB, Sakralraum und Gemeindesaal für die evangelische Pfarrgemeinde Wien-Hetzendorf

Zeitlauf: 2013 -

Status: in Planung

 

Auslober: Wohnbauvereinigung für Privatangestellte Gemeinnützige Gesellschaft mbH (WBV-GPA)
Freiraum: D/D Landschaftsplanung
Gebäudetechnik: Schöberl & Pöll GmbH

Der Heim_Hof ist ein vitales, für Lehrlinge und Studenten erlebbares Gebäude, das sich um einen gemeinsamen Hof gruppiert und sowohl Gemeinschaft als auch individuellen Rückzug der Bewohner ermöglicht.

Das Ensemble wird aus zwei einander gegenüberliegenden Volumina gebildet. Durch die Lage zueinander entsteht ein gemeinsamer Hofbereich, der sich nach Westen zum angrenzenden Park öffnet. Die zwei getrennten Bauteile maximieren die Belichtungsflächen und sind mit je einem Erschließungskern um einen zentralen Erschließungsraum organisiert. Im Hofbereich Richtung Westen treppen sich die Gebäudeteile ab und ermöglichen so die optimale Besonnung der Fassaden und Hofflächen, andererseits entstehen durch das Staffeln Terrassenräume auf den Dächern, denen jeweils Gemeinschaftsfunktionen angelagert sind.

Differenzierte Eingänge erschließen die unterschiedlichen Nutzungen. Im Erdgeschoß sind hofumschließend der Sakralraum mit angeschlossenem Gemeindesaal und Frühstücksraum, im südlichen Baukörper Gemeinschaftsflächen angeordnet, der Hof wird zum zentralen Kommunikationsraum. Differenzierte Gemeinschaftsflächen lassen Kleingemeinschaften entstehen, die eine vitale Nachbarschaft der Heimbewohner fördert, so ist etwa im UG ein Partyraum situiert, der durch den separaten Zugang eventuell auch für externe Veranstaltungen nutzbar wäre.

Die Zimmer sind mit Fensterbalkonen ausgestattet. Ein breites Fensterbrett mit Brüstung, abgeschrägte Fensterlaibungen und ein Regal bilden eine Sitznische in der Fassadenebene, die den beiden Häusern eine unverwechselbare Identität gibt. Der Sakralraum ist schlicht, zurückhaltend und transparent gehalten und kann bei Bedarf durch Vorhänge seine Stimmung wechseln.