FLORA'S DORF

geförderte Wohnhausanlage


2. Stufe Bauträgerwettbewerb Florasdorf

Ort: Pragerstrasse, 1210 Wien / AT
Fläche: 22.800 m2 Wohnnutzfläche, 322 Wohneinheiten, Kindergarten, temporäre Schule, Fitnesscenter, Wohngruppe, betreubare Wohnungen

Zeitlauf: 2014

 

Bauträger: MIGRA Gemeinnützige WohnungsgesmbH,
WBV GÖD Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, WOGEM Gemeinnützige Wohn- Bau-, und Siedlungsgesellschaft für Gemeindebedienstete GesmbH
Projektpartner Architektur: F+P Architekten
Soziale Nachhaltigkeit: Christiane Feuerstein / PlanSinn
Freiraum: PlanSinn
Statik: Buschina & Partner
Haustechnik: Ingenieur Michael Urschler
Bauphysik: KERN+INGENIEURE

Das Projektgebiet liegt zwischen den beiden Infrastrukturachsen A22 (in Hochlage) im Osten und der Prager Straße im Westen. 

Die geschlossene Riegelbebauung zur Autobahn schützt das innere Feld vor den hohen Lärm‐ und feinstaubemissionen der A22. Darin sind vier Baukörper angeordnet, die die Freiräume in eine belebte Dorfstraße und einen ruhigeren Garten zonieren.

 

An der Dorfstraße sind neben Kindergarten und temporärer Schule die wesentlichen gemeinschaftlichen Funktionen angeordnet. Eine begrünte Fassade des zentralen Baukörpers fungiert als Ersatz für die Fassadenbegrünung Richtung Autobahn und soll das Mikroklima im Feld positiv beeinflussen.

Ein optisch abgesetztes, dreigeschossiges Sockelbauwerk an der Dorfstraße läßt den Riegelbaukörper nach hinten treten und ermöglicht gemeinsam mit der begrünten Fassade eine einfache Orientierung.

Ein großzügig dimensionierter Durchgang zwischen der Schule und dem Kindergarten bindet den Freibereich im Osten an das Quartier an. Dieser sollte nicht den Charakter eines Hinterlandes vermitteln, sondern – ganz im Gegenteil – als attraktive, städtische Promenade wirken.
Das Wechselspiel von verschieden großen Fenstern und die Staffelungen der Gebäudehöhen erzeugen Assoziationen einer Skyline, die auch von der Autobahn erlebbar wird.

 

Flora´s Dorf ermöglicht mit dem Kindergarten und der optionalen Schule und der Option Betreuten Wohnens allen Generationen die Erfüllung altersspezifischer Bedürfnisse. Unabhängig vom Lebensalter bieten die attraktiv gestalteten Gemeinschaftsräume vielfältige Möglichkeiten des von‐einander‐Lernens und des miteinander‐Tuns und verbinden so verschiedene Generationen & Kulturen, vertiefen nachbarschaftliche Beziehungen und geben Raum für nachbarschaftliche Unterstützung.


Der gemeinschaftliche Gedanke wird auch durch die Integration besonderer Wohnformen, wie einer Wohngruppe des Vereins Frauenwohnprojekt [ ro*sa ] und einer von dem SOSKinderdorf Wien betreuten sozialpädagogischen Jugendwohngruppe unterstützt.


Das gesamte Gebiet ist autofrei und ein großzügiger Freiraum für alle Generationen.