ROSA

Bewerbungsverfahren für Baugruppen
Leben am Helmut-Zilk-Park

 

Zweistufiges Verkaufsverfahren für Grundstücke im Konzeptwettbewerb


Ort: ehem. Südbahnhof-Gelände am Hauptbahnhof Wien / AT

Zeitlauf: 2015

 

Ausloberin: ÖBB-Infrastruktur AG vertreten durch ÖBB-Immobilienmanagement GmbH

Baugruppe: permanent [ro*sa]

Bauträger: MIGRA Gemeinnützige Bau- u Siedlungsgesellschaft mbH

Freiraum: YEWO Landscapes

Moderation / Gruppenbetreuung: Ingrid Shukri Farag, Mas.

Was sind die Ziele von permanent [ro*sa]?

Motto: Verträge in Frauenhand, mit wem frau einzieht ist Privatsache. Männer ziehen also mit ihrer Partnerin ein, Frauen auch.

 

Das Frauenwohnprojekt ist ein von Frauen initiiertes (nach einer Idee von DI Sabine Pollak) und durchgeführtes Wohnprojekt in Wien. Durch gleichwertiges Zusammenleben von älteren und jüngeren Frauen (generationengemischt), Kindern und mitwohnenden PartnerInnen unterschiedlicher Herkunft werden vielfältige Beziehungen und Lebensweisen in einer Hausgemeinschaft verwirklicht. Männer werden als Partner ausdrücklich willkommen geheißen; die Verträge werden jedoch mit den Frauen abgeschlossen.

 

Architektur und Städtebau

Das Projekt permanent [ ro*sa ] führt die städtebauliche Idee der Kapillare fort. Die außenräumlichen Verbindungen der langgestreckten Parzelle zwischen der Weite des Helmut Zilk Parks und der städtischen Dichte des Boulevards werden um einen langgestreckten Hohlraum erweitert, der die beiden Hausteile trennt und verbindet zugleich.  Der entstehende Erschließungs-/Kommunikations- und Bewegungsraum wird dreidimensional erfahrbar.

 

Durch das Zurückstaffeln von einzelnen Gebäudeteile entstehen sowohl im Erdgeschoßniveau als auch am Dach geschützte Räume, die den BewohnerInnen trotz der Dichte intime Rückzugs- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien bieten. Die Funktion Wohnen wird im Erdgeschoß in die Mitte des Grundstücks verlagert, die Ränder zu den öffentlichen Zonen Park und Boulebard werden mit Gemeinschafts- und Sozialen bzw. Büronutzungen besetzt. Dadurch sind die beiden den öffentlichen Rändern zugewandten Seiten im Hinblick auf die kleinteilige, durchmischte Stadt belebt und nicht privatisiert.

 

Freiraum

Die Freiräume des Frauenwohnprojektes leben das Prinzip der guten Nachbarschaft. „Aktive Ränder“ zu den angrenzenden Grundstücken organisieren eine sichtbare, bespielbare und vielseitig nutzbare Schwelle. Als Möbel auf Sitzhöhe aktivieren sie den nutzbaren Raum, als beidseitig erreichbare Pflanztröge bilden sie interaktive Raummöbel und vermitteln die Grade der Öffentlichkeit.

 

Während an der Promenade mehr Frequenz und Interaktion mit der Stadt passiert, sind der zum Park orientierte Gemeinschaftsfreiraum und der am Dach situierte Garten intimer.